Der Ruhmkorff-Zünder
Ruhmkorrfs Induktionsspule, die im Zünder verwendet wird, nennt man einen Induktor. Sie besteht aus einer inneren Induktivität L1, die aus einer Zahl Windungen besteht, die um einen Kern R gewickelt wurden und über einen Unterbrecher mit parallel geschaltetem Kondensator mit einer Gleichspannungsquelle verbunden sind, sowie aus einer äußeren Induktivität L2, die aus einer großen Zahl von Windungen besteht.
Schalten wir den Strom im Kreis L1 an, entsteht im Kern ein Magnetfeld, das durch diesen Strom induziert wird. Dieses Feld zieht den Schalter zum Kern an und der Stromkreis wird unterbrochen. Das bewirkt einen Zusammenbruch des Magnetfeldes im Kern, da der Strom fehlt. Somit kehrt der Schalter in seine ursprüngliche Lage zurück und schließt den Stromkreis wieder.
Im Kern existiert somit ein magnetisches Wechselfeld. In diesem befindet sich nun die Spule L2. Durch Selbstinduktion entsteht in ihr eine elektromotorische Kraft e, die proportional zur Stromänderung in der Spule L1 ist:
Ihr Wert ist sehr groß auf Grund der hohen Zahl von Windungen und des sich schnell ändernden Magnetfeldes.
Einen Induktor verwendet man zur Benzinzündung in weniger straffen Verbrennungsmotoren, zur Erzeugung von elektrischen Entladungen in den Zündkerzen.